Und sie bewegt sich doch

Kaum vorstellbar, doch langsam aber unaufhaltsam erreicht die digitale Revolution die ersten HiFi-Puristen. Während der CD-Player schon seit Anfang der 80er Jahre wie selbstverständlich dazugehört, obwohl er ja auch seine Arbeit schon digital verrichtet, war ein Verbindungskabel zwischen EDV-Welt und High End-Anlage über Jahre absolut tabu.

In der Welt der „normalen“ Konsumenten mit Flachbildschirmen und Dolby-Surround-Gedöns hat diese Verschmelzung längst stattgefunden. Es wird nicht wenige Haushalte geben, die über keinerlei klassische Audiomedien mehr verfügen, es sei denn für den CD-Player im Auto. Musik kommt aus dem Netz, dem lokalen oder dem weltweiten, legal oder illegal. Mit Datenreduktion lebt man schon seit der Mini-Disk und eigentlich fällt sie ja auch nicht auf.

Was auffällt ist, daß es anscheinend auch keinen Markt für Audiomedien mehr zu geben scheint. Originale CDs sind fast nur noch online erhältlich, der Preisverfall ist immens. Bei eBay und Amazon erhält man CDs für ein paar Euro, lediglich brandneue Titel haben so etwas wie einen Preis. Aber noch sind sie, neben Vinyl, die einzige Möglichkeit, Musik ohne Datenreduktion zu ergattern.

Etliche Vorteile, die eine digitale Speicherung im Consumerbereich sinnvoll macht, ergeben sich ohne Datenreduktion auch erst in letzter Zeit. 100 Minuten Musik bedeuten hier nun einmal 900 MB. Und erst jetzt, wo zwei Terabyte Plattenspeicher 150 Euro kosten, wird die Sache dann doch interessant. 2000 CDs sind ein Wort.

Wie verbindet man nun die zwei unterschiedlichen Welten? Wie wird aus Musik eine Datei, aus Dateien Musik, ohne dafür am Rechner sitzen zu müssen oder das TV auch noch hineinzuziehen?

Genau das ist die Crux, aber es gibt coole Lösungen. Nur eben nicht DIE Lösung, auch wenn es von T+A bis McIntosh behauptet wird. Dann steht auf der Lösung nämlich auch T+A oder McIntosh. Wie es anders geht verrate ich demnächst in diesem Theater.

 

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